Verborgene Kunstschätze - Geschichten aus der Elisabethkirche

Eine Artikelserie von Claudia Rust zu besonderen Ausstattungsstücken

Am 19. November 2018 wurde endlich ein Förderverein zum Erhalt und der Präsentation der beweglichen, historischen Kulturgüter der Elisabethkirche gegründet.
Jeder kennt die Elisabethkirche – sie ist neben dem Schloss das Wahrzeichen der Stadt Marburg und über die Landesgrenzen hinaus bekannt - doch kaum einer hinterfragt die mit ihr verbundenen Kosten: Instandhaltung, Öffnungszeiten, Tourismus und Modernisierungsmaßnahmen zur komfortableren Nutzung. Im Jahr 2020 steht die umfangreiche Sanierung des Innenraums an. Diese Maßnahme wird vom Land Hessen aufgrund eines Patronatsvertrages finanziert. Doch nicht nur die gotische Kirchenarchitektur ist von Bedeutung. Ihre Ausstattung bestimmt wesentlich den Charakter mit und dokumentiert Geschichten seit der Entstehungszeit. Die Erhaltung des beweglichen Inventars ist in der Finanzierung nicht eingeschlossen und wird nur gering aus Kirchensteuermitteln bezuschusst. Einige Ausstattungsstücke müssen dringend restauriert und vor dem Verfall bewahrt werden. Dieser immensen Aufgabe sollte sich nicht nur die Kirchengemeinde allein verpflichtet fühlen! Die Gründung des Fördervereins ist ein Anfang und rückt „verborgene Kunstschätze und Kosten“ stärker ins Bewusstsein.     
Die Ausstattung der Elisabethkirche ist vielfältig und reicht vom prominenten Schrein, über Altäre, Skulpturen, Kreuze bis zu unscheinbaren Wappenschilden. Jedes Werk erzählt seine eigene Geschichte, erinnert an teils längst vergessene Ereignisse, spiegelt gewandelte Werte und ästhetisches Empfinden wider. Es sind schützenswerte Dokumente der Zeit- und Stadtgeschichte. In den folgenden Berichten werden ausgewählte Werke und „Verborgenes“ vorgestellt.