„Seht, ich habe es euch doch gesagt, wir sollen die Menschen fröhlich machen.”

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Projekt: Erhaltung der fünf Juppealtäre

Der Elisabethaltar im südlichen Seitenschiff. Foto: Chrisrian Lademann

Die fünf spätgotischen Flügelaltäre in der Elisabethkirche wurden zwisch 1523 und 1517 von Ludwig Juppe geschnitzt und von Johann von der Leyten gemalt. Sie bilden ein seltenes beinahe vollständig erhaltenes Ensemble mittelalterlicher Kunst, das seines Gleichen sucht. Sie für die Zugunft zu erhalten und für kommende Generationen mit ihren reichen Kunstgeschichtlichen und spirituellen Schätzen zu erschließen ist eines der wesentlichen Projekte des Vereins "Freunde und Förder der Elisabethkirche". Die besondere Gelegenheit zur Restaurierung bietet die jetzt beginnende grundlegende Innenraumrenobvierung der Elisabethkirche.

Die fünf Juppealtäre. Im südlichen bzw. nördlichen Seitenschiff der Elisabethkirche finden sich mit dem Elisabethaltar und dem Sippenaltar zwei Flügelaltäre, die von dem Bildhauer Ludwig Juppe und dem Maler Johann van der Leyten in den Jahren 1513 bzw. 1511 geschaffen wurden. Der Elisabethaltar zeigt in seinem gut erhaltenen Inneren verschiedene Szenen aus dem Leben der Heiligen, der Sippenaltar zeigt Darstellungen der Familie Jesu.

Werktagsseite stärker betroffen
Den sogenannten Werktagsseiten beider Altäre, d.h. den Außenseiten der Flügel, welche früher die meiste Zeit geschlossen waren, sieht man ihr Alter deutlich an. Wärend der Sippenaltar hier große Fehlstellen aufweist, ist die Darstellung auf der Außenseite des Elisabethaltars kaum noch erkennbar. Dagegen präsentiert sich das Innere der Altäre, welches nur an Festtagen zu sehen war, wenn die Flügel geöffnet wurden, in einem weit besseren Zustand.

Schimmelbefall
Allerdings wurde in den letzten Jahren wiederholt ein Schimmelbefall - auch der Malschichten - festgestellt, der die Kunstwerke gefährdet. Ursache hierfür ist die derzeitige Aufstellung der beiden Altäre auf Konsolen direkt an den Außenwänden der Seitenschiffe. Die dortigen klimatischen Bedingungen begünstigen zusammen mit der natürlicherweise durch die Wand eindringenden Feuchtigkeit das Schimmelwachstum.

Notwendige Maßnahmen
Um Abhilfe zu schaffen, sollen die beiden betroffenen Altäre im Zuge der anstehenden Innenraumrenovierung neu aufgestellt werden. Hierfür vorgesehen sind der Innenraumgestaltung angepasste Holzsockel, auf denen die spätgotischen Altäre von den Wänden abgerückt befestigt werden. Hierdurch wird eine Luftzirkulation gewährleistet, die einem neuerlichen Schimmelbefall vorbeugt.

Veränderung an der Aufstellung
Um ein Kippen der Flügelaltäre zu verhindern, bedarf es zudem einer Verankerung in den Wänden mit von einem Kunstschmied angefertigten Metallbügeln. Die Kosten für diese Maßnahmen werden voraussichtlich rund 9.000 Euro betragen.

 

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Sippenaltar im nördlichen Seiteschiff. Foto: Christian Lademann

Rückseite des Sippenaltars. linker Flügel. Foto: Bernhard Dietrich

Schrein des Sippenaltars. Foto: Bernhard Dietrich

Schimmelbefall auf der Rückseite des linkenflügels des Sippenaltars. Foto: Restaurator Pracher

Schrein des Sippenaltars. Foto: Christian Lademann

Schimmelbefall auf der Rückseite des Schreins des Elisabethaltars. Foto: Restaurator Pracher

Schimmelbefall auf dem rechten Flügel des Sippenaltars. Foto: Restaurator Pracher

Schimmelbefall auf dem rechten Flügel des Sippenaltars. Foto: Restaurator Pracher

Elisabethaltar. Foto: Christian Lademann

Szene aus dem Schrein des Sippenaltars. Foto: Ein Pilger N.N.

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